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21.05.2015

RöKo 2015: Radiologie für Profis

und Newcomer


Wissenschaftlicher Fortbildungskongress zu

Innovationen auf allen Gebieten





Beim 96. Deutschen Röntgenkongress (RöKo) mit dem Kongressmotto „Technik für Menschen“ standen Innovationen in Forschung und Gerätetechnik im Vordergrund. Dazu gehörten Themen wie die CT-gestützte 3D-Rekonstruktion der Blutgefäße in der Lunge, Erkenntnisse zur kontrastmittelverstärkten spektralen Mammografie und zu IT-Lösungen in der Cloud. Die weltweit größte deutschsprachige Fachtagung samt Industrieausstellung für Radiologie besuchten rund 7.000 junge und erfahrene Radiologen.


Die Veranstaltungsinhalte konzipierten das Team um Kongresspräsident Prof. Gerhard Adam (Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf) und die DRG-Geschäftsstelle. Das umfassende Programm zeichneten Highlight-Themen etwa zu Nanotechnologie, dem 3D-Druck in der Medizin und dem Trend Big Data aus. „Ohne die Innovationen in der Medizintechnik wäre das sehr technisch geprägte Fach Radiologie nicht zu so einer so hoch entwickelten Disziplin geworden, deswegen betonen wir in diesem Jahr die wichtige Rolle der Technik in der Radiologie“, erklärte Prof. Adam. „Doch die Radiologie ist nicht nur ein Fach, das Patienten mit genauen Diagnosen und Therapien hilft, sondern sie steht auch für eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fächern und einen regen Austausch zu Innovationen auf allen Gebieten.“ Zudem stellte die DRG Radiologinnen und anderen Fachärzten, Medizinisch-Technischem Assistenzpersonal (MTRA) und Medizinstudierenden zum ersten Mal auch englischsprachige Sessions für den RöKo ein umfassendes Programm vor, bei dem internationale und nationale Mediziner in Hamburg zusammenkamen.



Kongresspräsident Prof. Gerhard Adam, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf: „Die Radiologie ist nicht nur ein Fach, das Patienten mit genauen Diagnosen und Therapien hilft, sondern sie steht auch für eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fächern und einen regen Austausch zu Innovationen auf allen Gebieten.“

Vor allem neue Entwicklungen von Vordenkern in der Radiologie standen im Mittelpunkt dieses wissenschaftlichen Fortbildungskongresses, der das letzte Mal in der Hansestadt stattfand und im nächsten Jahr nach Leipzig wandert.

• Lungenhochdruck: Sichere Therapie dank 3D-Rekonstruktion Bei Patienten mit einer besonderen Form des Lungenhochdrucks kann mit Hilfe von Ballonkathetern eine deutliche Verbesserung der Beschwerden erreicht werden. Durch eine CT-gestützte 3D-Rekonstruktion der Blutgefäße in der Lunge kann diese aufwändige und komplikationsanfällige Behandlung sehr viel sicherer gemacht werden: Die Ballons lassen sich zielgenauer platzieren und Blutungskomplikationen werden vermindert.
• Mehr Kontrast für den Blick in die Brust Frauen, bei denen eine Brustkrebsdiagnose im Raum steht, müssen oft eine ganze Reihe von bildgebenden Untersuchungen über sich ergehen lassen, da mit der Mammographie alleine die Ausdehnung des Tumors oft nicht genau zu beurteilen ist. Eine Erweiterung der Mammographie, die kontrastmittelverstärkte spektrale Mammographie (CESM), führt dazu, dass Krebsherde mit nur wenig zusätzlicher Strahlenbelastung deutlich zuverlässiger als bisher erkannt werden können.
• Bauchfettanalyse in zwei Minuten Bei übergewichtigen oder fettleibigen Menschen kann eine MRT-Untersuchung des Bauchfetts Hinweise auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen geben. Ein am ‚Leipziger IFB AdipositasErkrankungen‘ entwickeltes Untersuchungsprotokoll macht diese bisher zeitaufwändige Analyse zu einer Sache von wenigen Minuten.
• Elastographie für präzisere Diagnostik Wenn ein Herz nicht mehr so pumpt, wie es soll, lässt sich das mit Ultraschall oder Magnetresonanztomographie (MRT) gut erkennen. Schwieriger zu beurteilen sind Erkrankungen, bei denen die Wände des Herzens ihre Elastizität verlieren. Diese „diastolischen“ Funktionsstörungen können auch mit der Elastographie diagnostiziert werden. Diese neue Methode könnte in Zukunft MRT oder Ultraschall ergänzen und so zu einer präziseren Diagnostik von Herzerkrankungen beitragen.
• Dosisvergleich in der Wolke Quantensprung für die Qualitätssicherung in der Radiologie: Neue, in der Cloud angesiedelte IT-Lösungen erlauben es, die bei CT-Untersuchungen applizierte Strahlendosis effektiver auszuwerten und standort- sowie einrichtungsübergreifend zu vergleichen. So können Verbesserungsmöglichkeiten in Untersuchungsprotokollen besser identifiziert und die Strahlenbelastung der Patienten weiter abgesenkt werden.



Messehalle RöKo 2015

Den Besuchern standen zu den Highlight-Themen mehr als 200 Veranstaltungen aus sämtlichen radiologischen Gebieten zur Auswahl, welche die Vielfalt des Faches in seiner Gesamtheit abbildeten. Dazu zählten zahlreiche Refresherkurse und Workshops, praktische „Hands-On“-Kurse, die äußerst beliebte „Fit für den Facharzt“ (FFF)-Reihe, ein ausführliches wissenschaftliches Programm und wie jedes Jahr auch ein interessantes Programm für Medizinisch-technische Radiologieassistenten (MTRAs). Die beiden Teilgebiete Neuro- und Kinderradiologie wurden durch abwechslungsreiche Veranstaltungen repräsentiert. Für Medizinstudenten wurde in diesem Jahr wieder ein eigenes Sonderprogramm angeboten, unter anderem die praktischen und didaktisch hochwertigen Sonografiekurse „Sono4You“.



Der 96. Deutsche Röntgenkongress bot ein umfangreiches Programm aus neuesten Forschungsergebnissen und technische Entwicklungen und gleichzeitig ein breites Spektrum an Fortbildungsveranstaltungen. Ärzte, MTRA und Medizinstudierende konnten innerhalb von vier Kongresstagen kompakt ihre Wissen auffrischen und erneuern. Der Dialog mit Medizintechnikherstellerfirmen war auf einer rund 5.000 qm großen Ausstellungsfläche intensiv möglich.

Dr. Volker Wetekam im Interview



Dr. Volker Wetekam (re.), Vorsitzender der Geschäftsführung von GE Healthcare D-A-CH im Interview mit Wolf-Dietrich Lorenz, Chefredakteur Krankenhaus-IT Journal.

Neue Technologien sollen vor allem zuverlässigere Diagnosen, Patientensicherheit und den Patientenkomfort verbessern sowie Effizienzsteigerungen erzielen, wie GE Healthcare auf dem 96. Deutschen Röntgenkongress 2015 herausstellte. Dr. Volker Wetekam, Vorsitzender der Geschäftsführung von GE Healthcare in Deutschland, Österreich und der Schweiz, skizziert im Interview mit dem Radiologie Journal Innovationen wie den Revolution CT, die neuesten Systeme SIGNA Creator und SIGNA Explorer und neuartige Aufnahmetechnik MAGiC (Magnetic Resonance Image Compilation). Er spricht über den technologisch-klinischen Bedarf der Radiologen, die Verbindung von klinischen sowie nicht-klinischen Daten für den Behandlungspfad und die Akzeptanz von GE-Innovationen wie Silent Scan oder Low Dose-Technologie.



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