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Veröffentlicht: 30.07.2015


Röntgen-Museum zeigt Radiologie in der NS-Zeit

Noch bis 30. September ist die Ausstellung „Radiologie im Nationalsozialismus – Von Opfern, Tätern, Taten“ im Deutschen Röntgen-Museum zu sehen.

Tuberkulosebekämpfung durch Röntgenreihenuntersuchungen und „Strahlenkastration“ als Methoden negativer Eugenik: Im nationalsozialistischen Deutschland waren Strahlentherapeuten und Radiologen Teil verbrecherischer Aktionen. Mit der Ausstellung „Radiologie im Nationalsozialismus“ arbeiten die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) und die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) ihre NS-Geschichte auf, dokumentieren den verbrecherischen Einsatz der Röntgenstrahlen, zeichnen Biografien verfolgter und ermordeter Röntgenärzte und exemplarisch die Lebenswege einzelner Täter nach.

2010 beauftragte die DRG Dr. Gabriele Moser von der Universität Heidelberg, eine anerkannte Fachhistorikerin für Medizingeschichte, mit der Erforschung der DRG in den Jahren 1933-45. „Die Ergebnisse zeigen die deprimierenden Realitäten der 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhunderts in Deutschland in einem erschreckenden Ausmaß, das kaum begreifbar ist aus unserer heutigen Sicht“, sagt Prof. Norbert Hosten, Präsident der DRG.

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